LNT-Netzwerkabend am 26. März 2026 in Erfurt

LNT-Netzwerkabend am 26. März 2026 in Erfurt

Neue Mitglieder, neue Impulse und klare Signale für die Zukunft der Logistik

(Erfurt, 27.03.2026) Am 26. März 2026 fand an der Fachhochschule Erfurt der diesjährige Netzwerkabend des Logistik Netzwerk Thüringen e. V. (LNT) statt. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Netzwerken nutzten die Gelegenheit zum Austausch, zur Information und zur Erweiterung ihres Netzwerks.

Ein besonderer Dank gilt den Gastgebern der Fachhochschule Erfurt sowie den Co-Veranstaltern EurA AG und Bundesverband Logistik (BVL) für die Unterstützung dieses gelungenen Abends.

Zwei Schwerpunkte: Neue Mitglieder und Zukunftstechnologien

Der Abend stand ganz im Zeichen zweier zentraler Themen:
Zum einen die Vorstellung neuer Mitglieder im Netzwerk, zum anderen aktuelle Entwicklungen rund um alternative Antriebe und Fördermöglichkeiten für die Logistikbranche.

Insbesondere die Förderung des Bundesministeriums für Verkehr für Nutzfahrzeuge mit wasserstoffbasierten Antrieben (Start 01/2026, Frist 31.05.2026) bot für viele Unternehmen wertvolle Impulse. Passend dazu konnten die Teilnehmenden vor Ort alternative Fahrzeugtechnologien erleben – darunter ein 18-Tonnen-Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw der FES, der eindrucksvoll die Alltagstauglichkeit dieser Technologie demonstrierte.

Strategische Einordnung: Die drei Megatrends der Branche

In seinem Grußwort betonte Holger Sehr, Vorstandsvorsitzender des LNT und Geschäftsführer der cocoon GmbH, die strategische Ausrichtung des Netzwerks. Im Fokus stehen die drei zentralen Megatrends der Logistik:

  • Dekarbonisierung
  • Digitalisierung
  • Demographie

Das LNT versteht sich dabei als Ökosystem, das Vernetzung, Know-how und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbindet.

Auch Daniel Sehnert unterstrich in seinem Beitrag die Bedeutung starker Netzwerke. Die BVL zählt mit über 9.000 Mitgliedern zu den wichtigsten Plattformen der Branche in Deutschland und Europa.

Impulse zur Energiewende in der Logistik

Ein Highlight des Abends war der Beitrag von Dirk Schmidt, der als Key Speaker die Transformation der Energieversorgung im Güterverkehr beleuchtete. Mit dem Projekt „TH2ECO MOBILITY“ wird am Güterverkehrszentrum Erfurt eine multifunktionale Wasserstofftankstelle entstehen – unterstützt mit Fördermitteln in Höhe von 13,5 Millionen Euro.

Die vorgestellten Zahlen verdeutlichen die Dimension: Rund 380 Nutzfahrzeuge am Standort legen jährlich etwa 41 Millionen Kilometer zurück und verbrauchen rund 10 Millionen Liter Diesel. Perspektivisch kann diese Energiemenge durch eine Kombination aus Wasserstoff und Strom ersetzt werden.

Neue Mitglieder im Fokus

Ein besonderer Schwerpunkt des Abends lag auf der Vorstellung der neuen Mitglieder – und genau hier zeigte sich die Stärke und Vielfalt des Netzwerks.

Lars Zimmermann von der PRODAC Industrial Real Estate GmbH stellte sein Unternehmen als Full-Service-Projektentwickler für Industrie-, Logistik- und Gewerbeimmobilien vor. Im Fokus stehen nachhaltige Logistikimmobilien. Ein aktuelles Projekt in Nohra (ca. 35.000 m²) profitiert unmittelbar von der geplanten Wasserstoffinfrastruktur am GVZ Erfurt.

Mit der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (faw) gGmbH wurde zudem ein starker Partner im Bereich Qualifizierung vorgestellt. Yvonne Müller präsentierte das breite Angebot an praxisnahen Weiterbildungsformaten, die durch enge Kooperationen mit Unternehmen und moderne Lernkonzepte wie Blended Learning überzeugen.

Ein weiteres neues Mitglied, die Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG, wurde durch Florian Schneider vertreten. Am Standort Hörselgau betreibt Rhenus unter anderem eine der leistungsstärksten AutoStore-Anlagen weltweit sowie modernste Logistiklösungen für den Handel – darunter das Zentrallager für Thalia.

Mit Fagus Pauly und seinem Unternehmen UnternehmenDigital hielt zudem das Thema Digitalisierung Einzug in die Mitgliederstruktur. Sein Ansatz: Durch optimierte digitale Prozesse neue Kapazitäten schaffen und Effizienzpotenziale heben. Praxisbeispiele – etwa aus der Zusammenarbeit mit der Sczescny GmbH – zeigten konkrete Mehrwerte für Unternehmen.

Nachwuchs und Wissenstransfer

Auch die akademische Perspektive spielte eine wichtige Rolle. Prof. Dr.-Ing. Dominik Stockenberger stellte das duale Studium Wirtschaftsingenieurwesen Logistik vor, das seit dem Wintersemester 2025/2026 erfolgreich läuft. Das Programm verbindet Theorie und Praxis über sechs Semester und richtet sich an zukünftige Fachkräfte der Branche.

Den Abschluss bildete Prof. Dr.-Ing. Michael Lehmann, der in den Networking-Teil des Abends überleitete.

Begleitausstellung und intensives Networking

Parallel zum Programm bot eine kleine Ausstellung im Foyer zusätzliche Einblicke. Zahlreiche Unternehmen präsentierten sich mit Roll-ups und Exponaten – darunter Akteure aus den Bereichen Energie, Fahrzeugtechnik und Infrastruktur.

Der anschließende Networking-Teil wurde intensiv genutzt. Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende Beziehungen vertieft und konkrete Kooperationsansätze diskutiert.

Fazit

Der LNT-Netzwerkabend 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig starke Netzwerke für die Transformation der Logistik sind. Besonders die neuen Mitglieder bringen frische Perspektiven, innovative Ansätze und wertvolle Kompetenzen in das Netzwerk ein.

Mit der Kombination aus technologischen Impulsen, strategischer Orientierung und persönlichem Austausch setzt das Logistik Netzwerk Thüringen ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der Branche.